Cinespañol

VAMOS AL CINE!

Die spanischsprachige Filmtournee in Hannover

Cinespañol 2015 vom 16.-21.10. mit vier Filmen aus Argentinien, Chile, Kuba, Uruguay und Kolumbien im Original - natürlich deutsch untertitelt! Die Auswahl der Filme ist eine Mischung aus lokal sehr erfolgreichen Produktionen und klassischen Arthouse Werken!

"Cinespañol 3 präsentiert neue Filme aus Lateinamerika und Spanien, deren Blick auf Menschen anders ist als der amerikanisch-europäische. Die unterschiedlichen Regiekonzepte, auf die Cinespañol nun bereits zum dritten Mal den Blick lenkt, setzen dem (fertigen europäischen Kinobild) den Geist der Anarchie und Empörung entgegen: Wo kein Frieden ist, muss die Freiheit siegen". (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 09.01.14)
 

Cinespañol - so der Titel - weil alle Filme im spanischen Original mit deutschen Untertiteln ins Kino gebracht werden.

Im Folgenden finden Sie die Abendtermine in den beteiligten Kinos APOLLO und KINO AM RASCHPLATZ. Diese Veranstaltungen sind für alle öffentlich.

Schulvorstellungen
Alle Filme werden in dem Zeitraum 12.10 bis 04.11.15 auch in Schulvorstellungen angeboten.
Der Preis pro SchülerIn liegt bei 4,00 €, begleitende LehrerInnen haben freien Eintritt.
Für Terminabsprache, Buchungen und Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Wiebke Wolter
0177-2701976
wiebke(dot)wolter(at)filmkunstkinos-hannover(dot)de


Die Film- und Terminübersicht

El Verano de los peces voladores / Der Sommer der fliegenden Fische OmU

Chile 2013. Regie: Marcela Said. 95 min. Altersfreigabe: 0 Jahre, span. Original mit deutschen Untertiteln.

Aus Chile: El verano de los peces voladores der chilenischen Regisseurin Marcela Said erinnert an andere Filme aus Südamerika: La sagrada familia von Sebastián Silva ebenso wie Salsipuedes von Mariano Luque und De jueves a domingo von Dominga Sotomayor präsentieren ebenfalls Familiengeschichten, die sich abseits des Großstadtgetümmels abspielen. Die Familie fährt gewöhnlich am Wochenende oder in den Ferien aufs Land, um Abstand vom Alltag zu bekommen und muss in der ländlichen Ruhe auf abgrundtiefe Gefühle stoßen, Krisen durchleben, Probleme bewältigen. In El verano de los peces voladores merken Vater, Mutter und Tochter plötzlich, dass sie sich eigentlich nicht verstehen.

Fr, 16.10., 18.00 Uhr (Apollo)
Mo, 19.10., 20.30 Uhr (Kino am Raschplatz)

MELAZA OmU

Kuba 2012, Regie: Carlos Lechuga, 80 min., Altersfreigabe: 0 Jahre, span. Original mit deutschen Untertiteln

Aus Kuba: Nach der Schließung der örtlichen Zuckermühle ist der kleine kubanische Ort Melaza praktisch ausgestorben. Unter den wenigen Bewohner, die noch dort ausharren, sind Aldo und Monica, die auch nicht wissen, wie sie überleben sollen. Zu groß scheinen ihnen die Schwierigkeiten, die vor ihnen liegen. Das Paar hat nur eine Gewissheit, sie müssen zusammenhalten – denn nur dann können sie ihre Probleme meistern.

So, 18.10., 18.00 Uhr (Apollo)
Di, 20.10., 18.30 Uhr (Kino am Raschplatz)
Mi, 21.10., 20:30 Uhr (Kino am Raschplatz)


ANINA OmU

Kolumbien / Uruguay 2013, Regie: Alfredo Soderguit, 80 Minuten, Altersfreigabe: 0 Jahre, span. Original m. dt. Untertiteln, Filmtipp von Vision Kino

Aus Kolumbien:
Anina Yatay Salas: Was für ein herrlicher, klangvoller Name! Jeder Teil davon ist vorwärts wie rückwärts gelesen genau gleich. Eigentlich könnte die Zehnjährige stolz sein auf dieses dreifache Palindrom, aber für sie stellt der Name – anders als für den Vater – ein großes Problem dar. Aninas Mitschüler machen sich einen Jux daraus, vor allem von Ysel wird sie ständig verspottet. Dass sie die dicke Rivalin als »Elefant« bezeichnet, ist natürlich auch nicht sehr fein. Als sich die Mädchen auf dem Pausenhof prügeln, hat die strenge Direktorin eine ganz spezielle disziplinarische Maßnahme für sie parat. Beide müssen eine Woche lang einen versiegelten schwarzen Briefumschlag bei sich tragen, den sie keinesfalls eher öffnen und von dem sie auch niemandem berichten dürfen. Von Alpträumen geplagt, ziehen sich die sieben Tage endlos in die Länge. Zusammen mit ihrer besten Freundin schmiedet Anina Pläne, um schon früher an den Inhalt des Kuverts zu kommen. Dabei geht manches schief, aber sie erkennt auch in Yisel eine Schicksalsgenossin, die noch größere Probleme hat als sie selbst. Eine zaghafte Annäherung beginnt. Was sie dann im Umschlag finden, überrascht die Mädchen – und Anina wird am Ende gar ihrem seltsamen Namen etwas abgewinnen können.  Eine handgezeichnete Animationsfilmperle: mit viel Charme, trockenem Witz und (kinder-)philosophischem Tiefgang, der auch auf der Berlinale überzeugen konnte.
Mo, 19.10., 18.30 Uhr  (Kino am Raschplatz)


MERCEDES SOSA, DIE STIMME LATEINAMERIKAS OmU

Argentinien 2013, Regie: Rodrigo H. Vila, 90 Minuten, Altersfreigabe: 0 Jahre, span. Original m. dt. Untertiteln

Aus Argentinien: Das Porträt einer großen Musikerin und ein Kapitel lateinamerikanischer Politik: Vilas Film lässt Mercedes Sosas musikalisches Genie, ihre vielschichtige Persönlichkeit und ihre Rolle im Widerstand gegen das diktatorische Regime in Argentinien wieder aufleben. Sie gab einem Kontinent eine Stimme, als diktatorische Regimes das Volk stumm halten wollten. Mercedes Sosa begründete 1963 zusammen mit anderen jungen argentinischen Künstlern das Manifest des “Nuevo Cancionero“, des “Neuen Liedermachers”, das Teil der politischen Bewegung gegen die Diktaturen in Lateinamerika wurde. In den folgenden Jahren entwickelte sich die junge Folkloresängerin aus armen Verhältnissen zur weltbekannten „Stimme Lateinamerikas“, daneben war sie alleinerziehend, politisch exiliert und schließlich schwerst depressiv. Vilas Film lässt mit Hilfe von Sosas Sohn und anhand von Interviews, Konzertmitschnitten und Archivmaterial eine große Musikerin und Kapitel lateinamerikanischer Politik wiederaufleben.

Sa, 17.10., 18.00 Uhr (Apollo)
Di, 20.10., 20.30 Uhr (Kino am Raschplatz)
Mi, 21.10., 18.30 Uhr (Kino am Raschplatz)