Femmes Totales

Filme von Frauen vom 13.-17.05.17

FEMMES TOTALES - FILME VON FRAUEN wurde ins Leben gerufen, um unter dem Motto “Was Kino sein kann” zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen. Obwohl wir aktuell erfreulicherweise öfter von erfolgreichen Frauen im Kino hören, sind Werke von Frauen dennoch im Kino immer noch sehr stark unterrepräsentiert. Die erfolgreichen Filme "Toni Erdmann" von Maren Ade oder "Vor der Morgenröte" von Maria Schader sind leider immer noch die Ausnahmen.
Die Gründe für diesen Misstand sind mannigfaltig und liegen u.a. in den Förderstrukturen begründet, aber auch in Vorurteilen, wie der Annahme, dass Regisseurinnen nicht mit einem Millionenbudget umgehen könnten. Auch das Klischee, dass Frauen keine Thriller oder Actionfilme machen können, hält sich hartnäckig.
Dabei ist Kino von Frauen genauso spannend, traurig, dramatisch aber auch unterhaltsam wie das ihrer männlichen Kollegen. In der Reihe FEMMES TOTALES haben wir fünf vielfach ausgezeichnete Werke von Frauen, die als Thriller, Komödie oder gesellschaftskritische Dokumentation die ganze spannende Bandbreite widerspiegeln, die Kino von Frauen sein kann. 
Am Samstag 13.5. 11.00 Uhr - Eröffnungsveranstaltung mit Sekt&Selters und Gespräch mit FilmLöwin Sophie Charlotte Rieger und der Hannoveraner Filmemacherin
Julia Dordel - in Kooperation mit Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds!

Viel Spaß mit Femmes Totales im Kino am Raschplatz!

In Kooperation mit

 Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds.,
 

 FrauenBranchenBuch Hannover & Umgebung,


 

 Frauen Mädchen Gesundheitszentrum Region Hannover,

 

 Frauenzentrum Laatzen

 


Femmes Totales 2017

Girls don t fly - Träume vom Fliegen

Deutschland, Österreich 2016, R: Monika Grassl, Länge: 89min., FSK: 0J. 

In Ghana eröffnet die erste und einzige Flugschule für Mädchen. Die Schülerinnen kommen vom Land und hatten bisher keine großen Chancen im Leben. Die meisten von ihnen haben keinen Zugang zu Bildung und können von der Zukunft nicht mehr erwarten, als ein einfaches Leben voll harter Arbeit. Jetzt steht ihnen scheinbar der Himmel offen und die Möglichkeit auf ein anderes Leben ist zum Greifen nahe. Voller Freude und Dankbarkeit treten die Mädchen die Ausbildung des Engländers Jonathan an. Dieser hat bereits Lydia unter seine Fittiche genommen, die seit einem Insektenstich in ihrer Kindheit mit einer Fehlstellung ihrer Hand leben muss. Motivation und Ehrgeiz haben sie aber nie verlassen und so beeindruckt Lydia nicht nur ihre Mitschülerinnen mit ihrem Lebensmut. Doch schon bald zeigen sich Jonathans rigide Ausbildungsmethoden. Er arbeitet mit ganz eigenen Vorstellungen, die stark an frühere Strukturen erinnern. Die jungen Frauen werden vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Monika Grassl präsentiert in ihrer überraschenden Dokumentation beeindruckende junge Frauen, die lernen müssen, nicht nur für ihre Zukunft sondern auch für sich selbst zu kämpfen. Der Dokumentarfilm-Gewinner des Festival Max-Ophüls-Preis zeigt, wie komplex und facettenreich “Hilfe zur Selbsthilfe” sein kann und unterwandert am Ende sämtliche Erwartungen. Ausgezeichnet beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis: Dokumentarfilmpreis

Vorstellung:
Sa 13.5. 11.00 Uhr -
Eröffnung mit Sekt&Selters und Gespräch mit FilmLöwin Sophie Charlotte Rieger - in Kooperation mit Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds.


Yulas Welt OmU - Russisch mit dt Untertiteln

Dänemark/Polen 2014, R: Hanna Polak, Länge: 89min., FSK: 12J.

Yula wünscht sich nichts mehr, als ein normales Leben zu leben. Ihre Realität ist allerdings sehr trostlos: Sie lebt mit ihrer Mutter in der eigentlich verbotenen Zone von Svalka, der größten Müllhalde Europas, nur 20 km vom Kreml entfernt. Dort versucht sie, inmitten von Dreck und Elend zu überleben, aber gleichzeitig auch ein ganz normaler Teenager zu sein. Zwischen Müll, Gewalt und gepantschtem Alkohol erlebt sie die erste Liebe mit all ihren Folgen. Gleichzeitig muss sie sich um ihre alkoholkranke Mutter kümmern und dabei nie das Ziel aus den Augen verlieren, Svalka irgendwann verlassen zu können. Während all dem fasziniert Yula durch ihre Unbeschwertheit und den Lebensmut, die sie trotz aller Schrecken nie verliert. Hanna Polak hat Yula 14 Jahre lang mit der Kamera begleitet. Sie erzählt ihre unvorstellbare Geschichte mit packender Unmittelbarkeit und voller Feingefühl. Dabei ist ein universeller Film über das Erwachsenwerden entstanden, der von Hoffnung, Mut und Lebensfreude inmitten schwierigster Umstände erzählt. DOK.fest München, Hauptpreis Viktor für die beste Dokumentation

Vorstellung:
So 14.5. 11.30 Uhr


Geschichten aus Teheran OmU - Persisch mit dt Untertiteln

Iran 2014, R: Rakhshan Bani-Etemad, mit Golab Adineh (Toola), Farhad Aslani (Reza), Mohammadreza Forootan (Abbas), Mehdi Hashemi (Mohammad), Baran Kosari (Sarah), Fatemeh Motamedaria (Mota), Peiman Moadi (Hamed), Mehraveh Sharifinia (Masoomeh), Länge: 88 min., FSK: 12J.

In GESCHICHTEN AUS TEHERAN kehrt die große iranische Filmemacherin Rakhshan Bani-Etemad zu ihren Wurzeln zurück. Sie widmet sich Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und verwebt deren Geschichten zu einer mutigen, authentischen und vielschichtigen Erzählung aus Teheran. Ihr Film gewährt Einblick in den Alltag von Menschen mit den unterschiedlichsten sozialen Stellungen. Er erzählt von Eheleuten, Künstlern, Studenten oder Arbeitern. Die Geschichten, die er von ihnen erzählt sind Liebesgeschichten. Sie handeln von der Liebe in Familien, Freundschaften und Beziehungen. Der Liebe, die den Menschen die Hoffnung und Kraft gibt, alle Schwierigkeiten und Unterschiede überwinden zu können und für ein besseres Leben zu kämpfen. Denn was den Protagonisten trotz ihrer Unterschiede gemein ist, ist die Leidenschaft für das Leben. Das Werk, welches nur durch Unterwanderung der Zensurbehörde entstehen konnte, erzählt mit einem wissenden und ehrlichen Blick und wurde dafür beim Filmfestival in Venedig mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Vorstellung:
Mo. 15.5. 20.30 Uhr


Hitzewelle OmU - Französisch, Englisch, Arabisch mit dt Untertiteln

Frankreich, Griechenland 2015, R: Joyce A. Nashawati, mit Ziad Bakri (Ashraf), Mimi Denissi (Katerina), Louis-Do de Lencquesaing (Gilles), Laurène Brun (Alice), Gwendoline Hamon (Elisabeth), Länge: 89 min., FSK: 12J.

Griechenland in der nahen Zukunft: Die Hitze ist kaum auszuhalten. Wasser ist eine äußerst kostbare Ressource und längst privatisiert. Ashraf, ein arabischer Migrant, hält sich mit einer Aufenthaltsgenehmigung im Land auf. Er soll Villa und Swimmingpool einer reichen französischen Familie bewachen. Doch die Stimmung ist angespannt. Überall schlägt ihm eine Atmosphäre des Mißtrauens entgegen, Gewalt und Aggression liegen in der Luft. Auch die abgeschiedene Villa scheint kein sicherer Rückzugsort zu sein. Ashraf fühlt sich beobachtet. Die Bilder und Schatten vor seinen Augen verschwimmen in der Hitze und sein Unbehagen wächst mit jedem Grad, um das die Temperatur steigt. Bald muss er sich fragen, ob die unnachgiebige Hitze tatsächlich die einzige Bedrohung für ihn ist. Joyce Nashawati setzt sich in ihrem mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichneten Mystery-Thriller mit beständig an Relevanz gewinnenden Fragestellungen wie Migration, Fremdenfeindlichkeit und Ressourcenknappheit auseinander.

Vorstellung:
Mi 17.5. 18 Uhr


Null Motivation OmU - Hebräisch mit dt Untertiteln

Israel 2014, R: Talya Lavie, mit Dana Ivgy (Zohar), Nelly Tagar (Daffi), Shani Klein (Rama), Heli Twito (Livnat), Meytal Gal Suisa (Liat), Länge: 100 min., FSK: 12J.

Willkommen in der Armee! Zohar and Daffi leben ihren Pflichtdienst beim israelischen Militär voller Motivation absolut unmotiviert aus. Von Action ist weit und breit nichts zu sehen und jeglicher Respekt fehlt ihnen sowieso. Den Alltag inmitten von staubigem Wüstensand und bürokratischen Papierbergen verbringen sie mit Computerspielen und Tackerattacken. Viel lieber würden die besten Freundinnen stattdessen in Tel Aviv das Leben genießen. Ihrer übermotivierten Chefin Rama sind die beiden ein Dorn im Auge, denn schließlich sollte auch beim Kaffeekochen und Schreddern höchste militärische Haltung bewiesen werden. Als jedoch Daffis Wunsch von der Versetzung in greifbare Nähe rückt und Zohar sich verliebt, kennt der Wahnsinn kein Halten mehr. NULL MOTIVATION, der Hit des Tribeca Filmestivals, ist eine Komödie voll subtiler Zwischentöne über die Absurdität des Militärdienstes und des Lebens an sich.

Vorstellung:
Mi 17.5. 20.30 Uhr